Wie Cannabinoide Krebszellen zerstören

Der menschliche Körper produziert permanent Krebszellen, die jedoch vom Immunsystem zerstört werden. Passiert es nun das eine Krebszelle nicht mehr vom Immunsystem “in Schach” gehalten wird sondern wächst, formen sich die Krebszellen zu einem Tumor heran.

In jeder Zelle gibt es eine Familie der untereinander austauschbaren Sphingolipide, welche Leben und Tod einer Zelle regeln. Diese Lipide regeln auch die Produktion von Ceramid, einem Metabolit, welches durch eine sehr hohe Konzentration den Zelltod herbeiführt. Eine sehr geringes Ceramid-Level bedeutet, dass eine Zelle stark und kräftig ist. Die Aufgabe von Ceramid ist es also beschädigte und sterbende Zellen zu zerstören.

Entsteht eine Krebszelle, steigt zeitgleich die Produktion von Cannabinoid-Rezeptoren an dieser Zelle. Wenn nun das Immunsystem davon “erfährt”, reagiert das Endocannabinoid-System (ein Teil des Immunsystems) mit der Produktion von Ceramid. Ceramid greift die Mitochondrien (Energieproduzent der Zelle) der Krebszelle an und zerstört diese. Ohne Mitochondrien stirbt schließlich auch die Krebszelle.

Wenn es nun passiert dass unser Immunsystem geschwächt ist (durch Krankheit, Stress etc.), kann es die stetige Regulierung der Krebszellenbekämpfung nicht mehr durch Ceramidproduktion kontrollieren und die Krebszellen können frei wachsen. Diesem Mangel von Ceramidproduktion kann man nun mit der Zufuhr von Cannabinoiden (THC & CBD) entgegenwirken. Die Cannabinoide docken an den Cannabinoid-Rezeptoren der Krebszelle an und “sagen” dem Körper das diese Zelle beschädigt ist, was zu einer gewaltigen Produktion von Ceramid führt. Die DNA einer Krebszelle ist ansich beschädigt und gestört. Wenn das Ceramid von dieser Störung “erfährt”, wandert es zu den Krebszellen und zerstört deren Mitochondrien (s.o.).

Hier ein Datenblatt (PDF Link) zur Antitumorwirkung von Cannabis der Internationalen Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin (International Association for Cannabinoid Medicines).

Nachtrag: Ich selbst bin weder Chemiker noch Arzt, versuche hier jedoch wissenschaftliche Untersuchungen so gut wie möglich zu übersetzen (für deutschsprachige “Research Paper” hat,  wäre ich froh).

Visualisierte Antitumorwirkung von Cannabinoide

Die Antitumorwirkung von Cannabinoiden ist biochemisch bewiesen: Cannabinoide Rezeptoren sind die am weit verbreitesten Rezeptoren im menschlichen Körper und Gehirn. Man könnte sagen der Mensch ist genetisch quasi “designt” Cannabinoide zu akzeptieren, es ist völlig natürlich.

Hier eine Untersuchung über Cannabinoide und deren Rezeptoren mit schönen Visualisierungen.

Foren

Dieses Thema enthält 0 Antworten, hat 1 Stimme, und wurde zuletzt vor vor 2 Jahre, 8 Monate von  CannabisAdmin aktualisiert.

Du musst angemeldet sein, um zu diesem Thema eine Antwort verfassen zu können.